Wann lohnt sich ein Wechsel in die PKV?

Eine PKV kann für viele wesentlich günstiger als die gesetzlichen Krankenversicherungen sein. Für welche Berufsgruppen kann sich der Wechsel lohnen?

  1. Private Krankenversicherung für gutverdienende Angestellte

Angestellte dürfen sich grundsätzlich nur dann privat versichern, wenn ihr Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet. Diese wird jährlich automatisch an Bruttolöhne und –gehälter angepasst und beträgt im Jahr 2014 53.550 €. Inzwischen wurde Angestellten der Wechsel jedoch etwas erleichtert, indem das 3-Jahres-Moratorium aufgehoben wurde. Es reicht nun aus, ein Jahr lang die Versicherungspflichtgrenze zu überschreiten.

  • Die private Krankenversicherung versichert Kinder nur selten ohne zusätzliche Prämie.
  • Für Familien kann sich die private Krankenversicherung teilweise auch lohnen. Doch selbst wenn die private Krankenversicherung keine finanziellen Vorteile bietet, kann sich der Wechsel der Krankenkasse aufgrund der besseren medizinischen Versorgung lohnen.
  • Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist jedoch vor Abschluss der Familienplanung nicht ratsam, da es wesentlich schwieriger ist, zurück in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln.

 

  1. Private Krankenversicherung als Beamter

Beamte sind in der Krankenversicherung beihilfeberechtigt und von der Versicherungspflicht befreit. Die Höhe der Beihilfe für ärztliche Behandlung beträgt für den Beamten selbst in der Regel 50 %, für den Ehegatten 70 % und für die Kinder 80 %. Lediglich der Differenzbetrag muss von Beamten selbst übernommen werden, weswegen viele eine Restkostenversicherung abschließen.

  • Eine Restkostenversicherung ist in der gesetzlichen Krankenkasse nicht mehr möglich. Hier werden Beamte als freiwillige Mitglieder geführt, die den vollen Beitrag bezahlen müssen. Die private Krankenkasse bietet hingegen auf Beihilfe abgestimmte Tarife, von denen Beamte profitieren können.

 

  1. Private Krankenversicherung für Selbstständige und Freiberufler

Selbstständige und Freiberufler sind ebenfalls von der Versicherungspflicht befreit. Sie können sich also entscheiden, ob sie in der gesetzlichen Krankenkasse verbleiben oder in eine private Krankenversicherung wechseln möchten. Allerdings müssen sie ihre gesamte Versicherungsprämie in den meisten Fällen selbst aufbringen. Die richtige Wahl zu treffen, ist für diese Berufsgruppe sicherlich am schwierigsten: Während die Beiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen bei Gutverdienern äußerst ungünstig sind und die Versicherungsnehmer auf zusätzliche Leistungen verzichten, kann es in schlechten Zeiten fast unmöglich sein, die teurere private Krankenversicherungen zu bezahlen.

  • Viele Experten raten Existenzgründern dazu, erst einmal die Entwicklung der selbstständigen Tätigkeit abzuwarten und erst später zu wechseln, da es schwieriger ist, in die gesetzliche Krankenkasse zurück zu wechseln. Allerdings ist dies bei Arbeitslosigkeit oder Aufnahme einer angestellten Tätigkeit problemlos möglich. Der spätere Eintritt in die private Krankenversicherung kann allerdings durch das erhöhte Alter oder späteren Erkrankungen verteuern oder sogar unmöglich machen.
  • Wer die Beiträge für die private Krankenversicherung nicht zahlen kann, kann auf den Notlagetarif ausweichen.

 

  1. Private Krankenversicherung als Student

Studenten werden ab dem 30. Lebensjahr oder dem 14. Fachsemester von der Versicherungspflicht befreit und fallen dann aus der studentischen Krankenversicherung. Wesentlich höhere Beiträge sind auch dann die Folge, wenn Studenten bei ihrer alten gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Da die privaten Krankenkassen in der Regel auch dann noch günstigere Studententarife anbieten, kann sich ein Wechsel zur privaten Krankenversicherung hier besonders lohnen.

  • Die private Krankenversicherung für Studenten ermöglicht also einen anschließenden Wechsel in den Vollversicherungstarif ohne erneute Risikoprüfung.

 

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