Was kostet eine private Krankenversicherung?

Während die Beitragsberechnung bei gesetzlichen Krankenversicherungen sich ausschließlich nach dem Jahreseinkommen richtet, ist die Versicherungsprämie bei einer PKV schwieriger zu durchschauen. Verschieden Faktoren spielen hier eine Rolle.

Wie setzt sich die Beitragshöhe fest?

Die Berechnung erfolgt nach dem Äquivalenzprinzip, mit dem ein Großteil aller Versicherungen arbeitet. Es hat zum Ziel das Risiko eines Einzelnen durch das Kollektiv abzufangen, was niedrigere Beiträge zur Folge hat. Zugleich wird die Versicherungsprämie jedes Einzelnen nach dem Risiko berechnet, nachdem ein Schadensfall eintritt. Deswegen spielen verschiedene Faktoren in die Berechnung des Beitrags eine Rolle. Auf diese Weise wird es möglich, dass der Versicherungsnehmer möglichst in dem Umfang Beiträge gezahlt, in welchem er auch Leistungen bezieht.  Betrachtet wird dabei die gesamte Beitragszeit. Deswegen zahlen Menschen, die aufgrund ihres Alters oder Erkrankungen mit großer Wahrscheinlichkeit Leistungen beziehen werden, bei einem späten Eintritt in die private Krankenversicherung höhere Beiträge als Versicherungsnehmer, die bereits lange Mitglied der Krankenkasse sind.

Die private Krankenversicherung setzt ihre Versicherungsprämie aus drei Komponenten zusammen

  • Risikoanteil: Die private Krankenkasse deckt hiermit die Krankheitskosten
  • Sparanteil: Verhindert, dass die Versicherungsbeiträge im Alter stark ansteigen, und kann durch den Versicherten freiwillig erhöht werden
  • Verwaltungskostenanteil: Die private Krankenversicherung benötigt diesen Anteil, um ihre eigenen Kosten und Margen zu decken

 

Die private Krankenversicherung nutzt folgende Faktoren für die Risikoberechnung:

  1. Gesundheitszustand

Chronische Erkrankungen und Gesundheitsrisiken sorgen dafür, dass sich die Beiträge bei der privaten Krankenversicherung für Neumitglieder erhöhen. Bei Vollversicherungstarifen ist es in der Regel notwendig, zahlreiche Gesundheitsfragen ehrlich zu beantworten. Die private Krankenversicherung versucht, den gesundheitlichen Zustand zu erfassen, um auf dieser Grundlage eine faire Versicherungsprämie zu errechnen. Bereits geringe Vorerkrankungen können zu einem Risikozuschlag führen. Da dieser Zuschlag nicht bei allen Anbietern gleich ist, lohnt es sich, verschiedene Angebote zu überprüfen.

Die private Krankenversicherung kann Neukunden ein Kompromiss in Form eines Leistungsausschlusses anbieten. In diesem Fall schließt die private Krankenversicherung die Behandlungskosten einer bestimmten Vorerkrankung aus.

  1. Alter

Mit dem Alter steigen die Behandlungskosten. Da ein junger Versicherungsnehmer bei der privaten Krankenkasse bereits jahrelang für diese Zeit Rücklagen gebildet hat, steigt die Versicherungsprämie für ältere Neumitglieder.

  1. Geschlecht

Frauen haben eine höhere Lebenserwartung als Männer. Deswegen legte die private Krankenversicherung bei der Beitragsberechnung auch das Geschlecht zugrunde. Seit 2012 ist das Geschlecht kein zulässiger Berechnungsfaktor mehr.

  1. Berufsgruppe

Manche Berufsgruppen haben erhöhte Unfallgefahr oder ein erhöhtes Risiko für chronische Erkrankungen. Deswegen veranschlagt die private Krankenversicherung einen Risikozuschlag bei bestimmten Berufen.

Tarifwahl entscheidet über die Kosten

Fast jede private Krankenversicherung bietet ihren Kunden verschiedene Tarife zur Wahl. Für Notfälle gibt es den Basis-Tarif, der mindestens mit den Leistungen einer gesetzlichen Krankenkasse gleichzusetzen ist.

Die private Krankenversicherung ermöglicht den Kunden, sich aus verschiedenen Modulen den Wunschtarif zusammenzusetzen. Beispiele sind:

  • Tarifmodule für Zahnersatz
  • Pflegeversicherung in verschiedenen Invaliditätsstufen
  • Physiotherapeutische Behandlungen
  • Psychotherapeutische Maßnahmen
  • Alternativmedizin
  • Chefarztbehandlung und Einzelzimmer in Krankenhäusern

Der Beitrag bei der Krankenversicherung setzt sich maßgeblich nach den gewünschten Leistungen zusammen.

Zudem hat die Selbstbeteiligung einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Beitragsberechnung.

 

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